Der diesjährige Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geht u.a. an den Gründer der Schwalmstädter Firma Konvekta, Carl Schmitt (76). Gemeinsam mit seinem langjährigen Entwicklungsleiter und heutigen Direktor des Instituts für Thermodynamik der Technischen Universität (TU) Braunschweig, Jürgen Köhler (53), habe er einen wesentlichen Beitrag geliefert, Kohlendioxid als Ersatz für chemische Kältemittel in Fahrzeug-Klimaanlagen marktreif zu machen, hieß es in einer DBU-Mitteilung. Mit ihrer Firma Konvekta hätten sie gezeigt, dass auch mit relativ bescheidenen Mitteln wichtige Vorarbeiten für den möglichen Einsatz von Kohlendioxid als Kältemittel in der Fahrzeug-Klimatisierung geleistet werden könnten. Trotz erheblicher technischer und finanzieller Risiken hätten Schmitt und Köhler die Entwicklung dieser Technologie im Nutzfahrzeugbau über 15 Jahre maßgeblich und bis zur Serieneinführung vorangetrieben. Die Entscheidung der Autoindustrie, in ihren Klimaanlagen die heutigen Kältemittel gemäß EU-Verordnung ab 2011 durch Kohlendioxid zu ersetzen, sei wesentlich auch auf die Firma Konvekta zurückzuführen. Sie habe die Funktionstüchtigkeit dieser Technik demonstriert und bewiesen, dass es auch nachhaltig und umweltfreundlich gehe. Der mit 500.000 Euro dotierte Preis wird am 28. Oktober von Bundespräsident Horst Köhler verliehen. Neben Schmitt und Köhler werden der Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, und die ehemalige Oberbürgermeisterin Heidelbergs, Beate Weber, ausgezeichnet. (ng) Details zum alternativen Kältemittel Kohlendioxid lesen Sie in der August-Ausgabe von asp.
Alternatives Kältemittel: Entwickler von CO2-Klimaanlagen erhalten Umweltpreis
Gründer der Firma Konvekta werden vom Bundespräsidenten ausgezeichnet