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¬ Automobilzulieferer

- Einen Ausweg aus der Krise haben die Zulieferer noch nicht gefunden. Vorerst bleibt es bei Kurzarbeit und Kündigungen.
Die Luft wird dünn
Bosch-Chef Franz Fehrenbach sieht den weltgrößten Autozulieferer 2009 angesichts der Wirtschaftskrise in einem seiner schwersten Jahre. Dies zeige "deutlich auch der Geschäftsverlauf in den ersten Monaten", sagte Fehrenbach am Mittwoch in Stuttgart laut Mitteilung. Das Unternehmen werde Kosten senken, um nachhaltig seine finanzielle Stabilität zu sichern. "Zum einen werden wir unsere Mitarbeiterzahl, die Anfang 2009 weltweit rund 282.000 erreichte, nicht halten können", sagte Fehrenbach. "Wir wollen jedoch betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden - in Deutschland mit flexiblen Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit." Außerdem werde das Unternehmen den Aufwand für Forschung und Entwicklung nicht weiter erhöhen.
Bosch müsse "den Spagat hinbekommen zwischen dem heute notwendigen Sparen und wichtigen Investitionen für das Wachstum von morgen", sagte Fehrenbach. Die Wirtschaft müsse ihren Einsatz für den Klimaschutz auch in schwierigen Zeiten noch verstärken.
Fehrenbach warnte vor überzogenen Erwartungen an das Elektroauto. Es gebe "noch zu viele ungelöste technische Fragen, als dass sich gleich morgen auf breiter Front echte Alternativen zum Verbrennungsmotor etablieren könnten", sagte Fehrenbach. "Selbst 2015 erwarten wir bei einer Weltautomobilproduktion von nahezu 90 Millionen Stück nur zwischen drei und fünf Millionen Hybridfahrzeuge und maximal 500.000 Elektroautos." Potenzial gebe es derzeit noch beim Verbrennungsmotor. "Wir können den Verbrauch des Diesels noch um 30 Prozent, den des Benziners um 25 Prozent senken."
Bereits im Januar hatte Fehrenbach angekündigt, der Umsatz werde im ersten Halbjahr 2009 deutlich unter dem des Vorjahres liegen. Im Jahr 2008 waren die Erlöse der Bosch-Gruppe nach vorläufigen Zahlen um knapp drei Prozent auf rund 45 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hatte das Unternehmen um acht Prozent auf 3,9 Milliarden Euro erhöht. Für mehrere tausend Mitarbeiter in Deutschland wurde in den vergangenen Monaten Kurzarbeit angemeldet.
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