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¬ Technik-Serie, Teil 2

- So genannte "schwarze Batterien" sind Stromspender im klassischen Design. Der Hersteller Banner führt diese noch im Portfolio.
Dauerhafte Entladung vermeiden
Vor zwei Wochen startete die neue Serie von asp-Klassik zum Thema Tipps und Tricks rund um den Service für historische Fahrzeuge. Alle Beiträge basieren auf dem Buch "Reparieren und Restaurieren – so gewinnen Sie Old- und Youngtimer für Ihre Werkstatt" von Marcel Schoch. Wir waren mit Informationen zum Zusatzgeschäft LPG-Umrüstung gestartet. Diesmal geht es um die Batterie-Wartung.
Da Besitzer eines historischen Fahrzeugs ihren Schätzchen im Allgemeinen längere Fahrtpausen als dem "Alltagsauto" zukommen lassen, bedürfen Klassiker-Batterien einer intensiveren Pflege. Die langen Standzeiten wirken sich sonst nachteilig auf die Akku-Lebensdauer aus. Da sich eine Batterie ohne Stromzufuhr im Normalfall binnen drei Monaten entlädt und man sie nach einer länger andauernden Tiefenentladung meist entsorgen muss, sollte der Stromspender regelmäßig aufgeladen werden.
Vor dem Ladevorgang empfiehlt es sich, das Bauteil auszubauen und den Aufbewahrungsort auf Säureschäden hin zu untersuchen. Anschließend muss der Fachmann den Elektrolytpegel (schwefelige Säure) überprüfen. Während die Kontrolle bei durchsichtigen Batterien leicht fällt, muss man schwarze Batterien dafür öffnen. Der Säurestand sollte die Bleiplatten im Inneren komplett bedecken. Ist er zu niedrig, darf nur destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Feste Intervalle für diese Kontrollen gibt es nicht, da der Füllstand temperaturabhängig ist. In warmen Regionen ist der Verbrauch höher.
Zellenverschlüsse beim Laden lockern
Der Ladezustand einer Batterie lässt sich mit dem Säureheber messen. Bei einer Batteriesäuredichte von 1,28 kg/l ist die Batterie voll, bei 1,20 kg/l zur Hälfte und bei 1,12 kg/l komplett entladen. In Hinblick auf eine möglichst effiziente Ladung sollten Oldtimer-Spezialisten diese Werte kennen. Leere Batterien sind mit einem Ladestrom zu laden, der maximal einem Zehntel ihrer Kapazität entspricht. Beim Laden müssen immer die Zellenverschlüsse herausgedreht werden, um sich bildende Gase entweichen zu lassen. Da hochexplosives Wasserstoffgas entsteht, dürfen sich überdies keine offenen Flammen in der Nähe befinden.
Nach dem Einbau sollte auf eine korrekte Verlegung der Kabel und eine gute Befestigung geachtet werden, um Kabelbränden vorzubeugen. Zudem sollten die Bauteile gut gesäuber, Pole und Brücken eingefettet werden, was der Oxidation entgegenwirkt und der Haltbarkeit zuträglich ist. (msh)
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