Die Nutzfahrzeugsparte des Autokonzerns Daimler hofft bei der Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe in den kommenden Jahren auf staatliche Hilfe. "Allein im letzten Jahr haben wir im Nutzfahrzeugbereich weit über eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Aber wir können diese Herausforderung nicht allein bewältigen", sagte der Chef der Nutzfahrzeugsparte, Andreas Renschler, am Montag in Stuttgart bei einer Präsentation alternativer Antriebskonzepte laut vorab veröffentlichtem Redetext. Der weltweite Bedarf an Nutzfahrzeugen werde in den kommenden zehn Jahren um rund 50 Prozent steigen. Industrie, Mineralölwirtschaft und Politik müssten daher an einem Strang ziehen, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und nach Alternativen zu forschen, sagte Renschler. In einigen Ländern wie Japan gebe es bereits heute eine steuerliche Förderung besonders umweltfreundlicher Nutzfahrzeuge. "Und ein solches Engagement wäre sicher auch hier in Europa wünschenswert." Dringend nötig seien außerdem einheitliche Regelungen bei Kraftstoff- und Abgasrichtlinien. "Wir brauchen einen weltweiten Biodieselstandard, dann können wir auch die Produktion entsprechend ausrichten." Auch die derzeit unterschiedlichen Emissionsvorschriften machten "sehr viel Kopfzerbrechen", da die Motoren den jeweiligen Vorgaben angepasst werden müssten. (dpa)
Subvention: Daimler hofft bei alternativen Antrieben auf staatliche Förderung
Nutzfahrzeugsparten-Chef Renschler: Können Herausforderung nicht allein bewältigen