In Deutschland werden gut zehn Millionen Autos als Zweitwagen gefahren. Dies entspricht knapp einem Viertel der laut Kraftfahrtbundesamt zugelassenen Pkw. Gerade diese Fahrzeuggruppe, sowie Stadtautos oder auch Cabrios erreichen die vom Hersteller vorgegebenen Wechselintervalle auch nach vielen Jahren nicht. Darauf hat jetzt Contitech hingewiesen und Werkstätten ermahnt, ihre Kunden auf die daraus resultierende Problematik hinzuweisen. Denn es sei häufig nicht bekannt, dass z.B. der Wechsel eines Zahnriemens nicht nur von der Kilometerleistung abhänge, sondern auch vom Alter des Riemens. "Einige Hersteller haben in den vergangenen Jahren bereits die Wechselintervalle für Zahnriemen nachträglich auch auf das Alter bezogen. Diese Änderungen sind jedoch nicht im Serviceheft verzeichnet", erklärt Kai-Uwe Suppé, Technischer Trainer bei Contitech und spielt dabei auf ein Aufsehen erregendes Urteil des Landgerichts Mannheim vom vergangenen März an (wir berichteten). Um beim Riemenwechsel den empfohlenen gleichzeitigen Austausch aller relevanten Riementriebskomponenten wie Spann- oder Umlenkrollen möglichst unkompliziert zu bewerkstelligen, empfiehlt Contitech die Verwendung von Komplettpaketen (Kits). Die Produkte der Hannoveraner finden sich laut Mitteilung sowohl im eigenen Onlineshop unter www.contitech.de/aam als auch im digitalen Informationssystem Tecdoc. (ng)
Zweitwagenbesitzer: Contitech fordert spezielle Kundenansprache
Weil Zweitwagen, Stadtautos oder auch Cabrios häufig die vom Hersteller vorgegebenen kilometerabhängigen Wechselintervalle nicht erreichen, sollten Werkstätten ihre Kunden für die daraus entstehenden Problematiken sensibilisieren, insbesondere beim Thema Zahnriemen.