Montag, 21.05.2018
Verkehrsblatt IVW
30.12.2016

¬ VW-Rückruf

Noch nicht alle Umrüstungen genehmigt

VW Rückruf Benachrichtigung

Diesel-Rückruf: Laut VW gibt es in Deutschland für "einige hundert" Fahrzeuge noch keine Freigaben vom KBA.
© Foto: Armin Weigel/picture alliance/dpa

VW wirbt bundesweit damit, dass jetzt alle manipulierten Dieselautos in Deutschland umgerüstet werden können – doch die Behörden haben dafür noch gar nicht alle Freigaben erteilt. Für 14.000 Wagen fehlen weiterhin die Genehmigungen für den Rückruf, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Darunter sind auch Autos in Deutschland.

Volkswagen hatte zuvor in großen Anzeigen in zahlreichen Tageszeitungen verkündet: "Jede der von uns entwickelten technischen Lösungen wurde vom KBA nach strengen Tests freigegeben." Und weiter: "Ab jetzt können wir jeden betroffenen Dieselmotor in Deutschland überarbeiten." Es gehe um "jeden einzelnen Kunden". Allein in Deutschland sind etwa 2,6 Millionen Fahrzeuge von den Abgasmanipulationen bei VW betroffen und müssen in die Werkstätten. Europaweit sind es 8,5 Millionen Wagen.

Einem VW-Sprecher zufolge gibt es in Deutschland für "einige hundert" Fahrzeuge noch keine Freigaben vom KBA. Es handle sich um Autos mit dem manipulierten EA189-Dieselmotor, die nach der Euro-6-Abgasnorm zugelassen sind. Alle Euro-5-Fahrzeuge seien dagegen freigegeben.

In Deutschland stünden unter anderem noch Freigaben für einige Autos des Modells CC aus, erklärte der Firmensprecher. "Wir dürfen sicher davon ausgehen, dass die Freigabe der wenigen in Deutschland zugelassenen EU6-Fahrzeuge des gleichen Motortyps durch das Kraftfahrt-Bundesamt kurzfristig erfolgen wird."

Aktion soll im Herbst 2017 abgeschlossen sein

Danach sollen auch die Besitzer dieser Wagen in einem Schreiben gebeten werden, einen Termin mit ihrer Werkstatt zu vereinbaren. Europaweit sollen die Rückrufe bis zum Herbst des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Ursprünglich wollte VW die Aktion schneller anschieben. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte der Konzern mitgeteilt, das KBA habe die Pläne des Konzerns "bestätigt". Jetzt dauerte doch alles länger. Den Start der gesamten Rückrufserie hatte Ende Januar 2016 das Pick-up-Modell Amarok gemacht – dabei hatte anfangs noch keine offizielle schriftliche Genehmigung des KBA vorgelegen. (dpa)

 
 

Copyright © 1999 - 2018 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Armin Weigel/picture alliance/dpa)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 SUV

Gummis für schnelle Dickschiffe

Auch bei SUV sind die Reifen die einzige Verbindung zur Straße. Je schneller und schwerer diese Fahrzeuge sind, desto mehr müssen die Pneus leisten könnten. ¬ mehr

Fahrverbot Hamburg

Bundesgericht präzisiert Bestimmungen

Vor knapp drei Monaten hat das Bundesverwaltungsgericht Diesel-Fahrverbote grundsätzlich für zulässig erklärt. Nun liegt das schriftliche Urteil vor – was bedeutet das nun für Dieselfahrer? ¬ mehr

E-Mobilität gefährdet 70.000 Jobs

Durch die Umstellung in der Autoindustrie auf den einfacheren Elektroantrieb sieht die IG Metall bis zum Jahr 2030 rund 70.000 Jobs in Deutschland gefährdet. Die Mitarbeiter müssten auf die "Transformationen" vorbereitet werden. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Bildergalerie

Frage der Woche

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Branchenrecht


Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Werkstattsysteme

Sie suchen eine Alternative zu Markenservice und –handel?
In unserer Datenbank werden Sie fündig!
¬ Zur Übersicht


Beliebteste Inhalte

  • 18.05.2018 | Diesel-Fahrverbote

    Bundesgericht präzisiert Bestimmungen

    Mario Feige meint: Ausgerechnet Herr Resch beschreibt die Autoindustrie als Profitgierig????!!! Die DUH selbst ist ein ...mehr

  • 18.05.2018 | Diesel-Fahrverbote

    Bundesgericht präzisiert Bestimmungen

    Christian Balzer meint: Welch ein Witz in Hamburg über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu diskutieren. Ich schätze wenn m...mehr

  • 18.05.2018 | IG Metall

    E-Mobilität gefährdet 70.000 Jobs

    Richard Smodej meint: Liebe gut dotierten IG Metall Funktionäre,Wie Frank Drebin sagen würde macht es wenig Sinn einen t...mehr

Springer Automotive Shop

Gehen Sie auf Nummer sicher!

Die aktualisierte Auflage unserer Mitarbeiteranweisung "Kfz-Hebebühnen" eignet sich ideal zur rechtssicheren Unterweisung Ihrer Mitarbeiter, die an oder mit einer Hebebühne arbeiten. ¬ Jetzt bestellen!