Die BMW Group hat zwei neue Antriebs- und Fahrwerksysteme entwickelt, die laut Hersteller eine Steigerung der Agilität, Traktion und aktiven Sicherheit ermöglichen. Die "Dynamic Performance Control" sei ein mechatronisches System, das die stufenlose Verteilung der Antriebsmomente auf die Hinterräder übernimmt. Der dabei entstehende Momentenunterschied habe zur Folge, dass das Einlenkverhalten, die Lenkpräzision und Spurstabilität sowie die Traktion gesteigert werden. Gleichzeitig spreche die Lenkung direkter an, so dass weniger Lenkkorrekturen und stabilisierende Eingriffe der elektronischen Regelsysteme erforderlich seien. Durch die Kombination des Hinterachsgetriebes mit zwei Überlagerungsgetrieben und zwei elektronisch geregelten Lamellenbremsen werde das System technisch realisiert. Ein weiteres Novum stelle die Weiterentwicklung der "Dynamischen Stabilitäts Control" (DSC) dar. Diese könne in Verbindung mit dem Allradsystem X-Drive das Fahrverhalten und die aktive Sicherheit speziell auf Straßen mit niedrigen Reibwerten verbessern. Neigt ein Fahrzeug zum Untersteuern, werde über die DSC am kurveninneren Hinterrad Bremsdruck aufgebaut, um ein stabilisierendes Giermoment zu erzeugen. Während bisher gleichzeitig das Antriebsmoment verringert wurde, werde jetzt unabhängig von der Gaspedalstellung das Motormoment erhöht. Dadurch könne ein zusätzlich stabilisierendes Moment von bis zu 500 Nm aufgebaut werden. Das System werde ab März zunächst in den Allradmodellen der neuen 5er Reihe eingeführt, weitere Modelle und Modellreihen sollen folgen. (ab)
BMW stellt neues Antriebs- und Fahrwerksystem vor
"Dynamic Performance Control" und weiterentwickelte "Dynamische Stabilitäts Control" sollen Agilität und Traktion verbessern