Die "Faszination Auto" ist bei der jungen Generation nach wie vor ungebrochen. Diese Auffassung vertrat der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), Robert Rademacher, bei der Eröffnung des 9. Bundes-Berufsbildungs-Kongresses in Bad Wildungen. Bundesweit ca. 67.000 junge Menschen würden derzeit zum Kfz-Mechatroniker ausgebildet, sagte er. Es handele sich damit um den beliebtesten Ausbildungsberuf im Handwerk. Insgesamt gebe es in den sechs Berufen des Kfz-Gewerbes 90.000 Azubis.
Trotzdem müsse die Branche auf den demografischen Wandel reagieren. Sinkende Schülerzahlen an Haupt- und Realschulen verkleinerten die Gruppe junger Menschen, um die sich viele Ausbildungsbranchen bemühten. "Etwa 350 Berufe stehen zur Wahl, und bei Abiturienten ist natürlich das Hochschulstudium eine Alternative. Hier müssen wir noch mehr Überzeugungsarbeit leisten, dass der Weg über eine Berufsausbildung sehr wohl zu einem Bachelor- oder Masterabschluss führen kann", sagte Rademacher.
Die aktuellen Veränderungen in der Automobilbranche wirken sich laut ZDK auch auf die Berufsbilder im Kfz-Gewerbe aus. So werde der "Kfz-Mechatroniker" inhaltlich neu ausgerichtet. Ab 1. August sollen sich neue Servicekonzepte, neue Werkstoffe, moderne Reparaturmethoden, aber vor allem auch die neue Generation von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in den Lerninhalten und in der Struktur der Ausbildung wiederfinden. (ng)