Wegen der Antragsflut durch die Abwrackprämie hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) inzwischen 70 neue Mitarbeiter eingestellt. "Das Interesse an der Prämie übersteigt alle unsere Erwartungen", sagte Bafa-Sprecher Michael Rostek der "Berliner Zeitung" (Freitag). Die Zahl der Anträge nehme beinahe täglich zu. Sie liege derzeit bei knapp 10.000 am Tag. Der Zeitung zufolge streitet sich das Bundesamt mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und droht diesem mit juristischen Mitteln. Der Grund: Der Verband ermutige im Internet (Link s.u. in der Box) auch Fahrradfahrer, die Prämie zu beantragen. In einem Schreiben habe die Behörde ultimativ gefordert, die Aktion zu stoppen. Die ordnungsgemäße Beantragung der Umweltprämie werde durch die Aktion "erheblich gestört". Bis heute sind laut VCD mehr als 2.000 Menschen dem Verbands-Aufruf gefolgt. Der Verkehrsclub will die Aktion daher fortführen. "Der VCD lässt sich vom Bafa nicht einschüchtern. Die hohe Beteiligung macht deutlich, dass wir mit unserer Aktion einen Nerv getroffen haben. Viele Menschen in Deutschland sind mit der einseitigen staatlichen Förderung zugunsten der Automobilindustrie nicht einverstanden", sagte Nicole Knaup, Leiterin Kommunikation des VCD. (dpa/ng)
Bafa: Antragsflut bei Abwrackprämie
Etwa 10.000 Menschen beantragen pro Tag den staatlichen Zuschuss zum Neuwagenkauf. Die Behörde sieht den ordnungsgemäßen Ablauf aber durch einen Umweltverband gestört und droht diesem rechtliche Schritte an.