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- Die Kfz-Schiedsstelle tagte erstmals vor 40 Jahren in Hamburg.
40 Jahre Kfz-Schiedsstellen
Vor gut vierzig Jahren, am 12. Mai 1970, wurde die erste Kfz-Schiedsstelle in Hamburg eingerichtet. Kurze Zeit später folgte am 1. Juni München. Für den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ist dieser Geburtstag Grund, noch einmal auf dieses "Musterbeispiel des praktizierten Verbraucherschutzes" hinzuweisen, der inzwischen an bundesweit 130 Orten praktiziert wird.
Denn immer noch würden viele Autofahrerinnen und Autofahrer zu wenig über die Kfz-Schiedsstellen wissen. Laut DAT-Report und gemäß ADAC-Umfragen ist 48 Prozent der Befragten die Kfz-Schiedsstelle völlig unbekannt. Bei den 30- bis 49-jährigen Autofahrern kennen sie nur 42 Prozent, und bei den unter 30-Jährigen weiß nur jeder Fünfte (17 Prozent) etwas über den Weg der außergerichtlichen Schlichtung. "Noch weniger bekannt sind die Gremien des Handels", betont Volker Prüfer, Geschäftsführer der Deutschen Automobil Treuhand DAT. "Knapp 30 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer wissen von der Existenz dieser hilfreichen Schiedskommission für Verbraucher."
Bei jährlich etwa 12.000 Schiedsverfahren werden laut ZDK fast 90 Prozent der Fälle im Vorverfahren gütlich und für den Kunden kostenfrei erledigt. Angesichts von jährlich etwa 70 Millionen Serviceaufträgen, die in den bundesweit 38.300 Kfz-Meisterbetrieben durchgeführt werden, ist die Zahl der Schiedsverfahren verschwindend gering. "Dieses Verfahren hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte für Autofahrer, Werkstätten und Gebrauchtwagenhandel gleichermaßen entwickelt", betonte daher ZDK-Präsident Robert Rademacher. "Das Verfahren vor der Kfz-Schiedsstelle hat eine außerordentlich hohe Befriedungsfunktion und entlastet die Justiz in erheblichem Umfang."
Der ADAC war maßgeblich an der Einrichtung der Kfz-Schiedsstellen beteiligt und wirkt seit 40 Jahren aktiv an deren Arbeit mit. "Durch den Einsatz der Schiedsstellen-Kommissionen können die Verbraucher sicher sein, dass sie mit ihrem Anliegen auf fachlich kompetente und praxiserfahrene Experten treffen", erklärte Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik. "Gerade deshalb ist die Institution der Kfz-Schiedsstellen für den Verbraucherschutz in Deutschland wegweisend und auch in Zukunft unverzichtbar." (ng)
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